Mittelschulen

Der Begriff der Mittelschule hat mehrere Bedeutungen, die sich auch in den einzelnen deutschsprachigen Ländern unterscheiden. In Deutschland sind Mittelschulen heute Hauptschulen mit der Möglichkeit, die Mittlere Reife zu absolvieren, auf einem sogenannten Mittlere-Reife-Zug. (M-Zweig). Allerdings muss eine Mittelschule im Vergleich zu einer normalen Hauptschule mit M-Zweig besondere Kriterien erfüllen, die nicht jede Hauptschule zur Mittelschule werden lassen. Die Mittelschule ist in besonderem Maße an der Praxis orientiert, um die Schülerinnen und Schüler auf einen Ausbildungsberuf vorzubereiten. 

 

Wahlfächer an Mittelschulen

Es gibt drei Wahlpflichtfächer, die die Schüler wählen können.

  • Technik [Technisches Zeichnen und Werkstücke]
  • Wirtschaft [Computer und Büroarbeit]
  • Soziales [Kochen und Planen, früher GtB (Gewerblich-technischer Bereich), KtB (Kommunikationstechnischer Bereich) und Kochen].

 

Unterschiede von Mittelschule zur Realschule

Eine Mittelschule unterscheidet sich von der Realschule dadurch, dass Fächer wie BWR (Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen) und WR (Wirtschaft und Recht) nicht im Lehrplan vorgesehen sind. Physik, Chemie, Biologie (PCB) werden verkürzt angeboten, ebenso Arbeit und Wirtschaft (privates und allgemeines Wissen im Bereich Wirtschaft), Technik (privates und allgemeines Wissen im Bereich Technik) sowie Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde (GSE) als ein Fach. Damit ist der lehrstoffliche Umfang bei weitem nicht so hoch wie bei einer Realschule, aber in einer Mittelschule dennoch höher als an einer herkömlichen Hauptschule.

 

Weitere Bedeutungen von Mittelschule

Der Begriff Mittelschule bezeichnet in einzelnen deutschen Bundesländern:

  • in Sachsen bis 2013 eine weiterführende Schulform, heute Oberschule
  • in Bayern Nachfolgeschule der Hauptschule
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