Wände und Fassaden streichen

Was muss ich beim Streichen von Wänden und Fassaden beachten?

Die wenigsten Menschen suchen sich heute einfach eine Farbe aus und lassen diese dann an die Wand bringen. Es soll doch stets – es geht schließlich um die eigenen Wohnräume! – etwas besonderes sein und etwas, das nicht jeder an der Wand hat. Dabei haben wir aber vor allem in den letzten zehn Jahren ein zusätzliches Bewusstsein entwickelt, das immer mehr zum Tragen kommt: auch außerhalb des Supermarkts und Lebensmittelbereichs gibt es eine erhöhte Sensibilität für die eigene Gesundheit und die Umweltverträglichkeit.

 

Schöne und extravagante Raumgestaltung? – Ja, gerne, aber bitte gesund!

Die eigene Wohnung funktioniert immer mehr als Visitenkarte für die in ihr lebenden Menschen. Durch ihre Gestaltung sollen Lebensgefühl und Einstellung ebenso wie Geschmack und Stilempfinden transportiert werden. Abgesehen von Designer-Möbeln und besonderen Wohnaccessoires kann auch die Wandgestaltung die Persönlichkeit unterstreichen. Dazu kann man entweder einen ganz individuellen Farbton wählen, der auf Möbel und Einrichtungsgegenstände abgestimmt wird, oder man wählt eine ausgefallenere Gestaltung mit mehreren Farb- oder Formkombinationen. Wichtig ist uns dabei heute vor allem, dass die Farben so umweltverträglich und natürlich wie möglich sind, damit wir uns in einem gesunden Raumklima aufhalten, ohne Schimmel oder chemische Schadstoffe. Ein guter Malerbetrieb bietet beides zugleich: Individuelle Gestaltung mit Materialien, die die Gesundheit nicht gefährden und gleichzeitig die Bausubstanz schonen, sodass die Freude an den Wohnräumen nachhaltig und verträglich ist.

 

Dekoration: Vom Farbmuster zur individuellen Wandgestaltung

Das ist genau das, was ein Malerbetrieb leisten sollte: Sich den Wünschen der Kunden anzupassen und zu versuchen, so nah wie möglich an das gewünschte Ergebnis zu kommen oder die Wunschvorstellung sogar zu übertreffen, auch wenn das bedeutet, mal außerhalb der Schublade zu denken und etwas völlig Neues zu entwickeln. Großformatige und gut gearbeitete Muster helfen Maler und Kunden zugleich, sich die Gestaltung in den eigenen Räumen besser vorstellen zu können und sich auf das gewünschte Ergebnis zu verständigen.

 

Funktion: Die Wahl der Materialien und die letzte Rettung

Gerade für Innenräume sind Farbanstriche ohne Schadstoffe unerlässlich. Leider wird zu oft an der Farbe gespart und nicht richtig auf die Zusammensetzung geachtet. Nur weil das Blauer-Engel-Siegel auf dem Farbeimer ist, heißt das leider nicht, dass diese Farbe nicht gesundheitsschädlich ist. Wenn auf dem Eimer steht „lösungsmittelfrei“, bedeutet das auch nicht immer, dass keine Lösungsmittel enthalten sind, sondern dass lediglich ein bestimmter Schwellwert unterschritten ist. Außerdem gibt es Stoffe, die wie Lösungsmittel wirken, aber nicht als solche deklariert sind und daher für den Laien unerkennbar auf der Inhaltsstoffliste aufgeführt sind. Deshalb sollte man sich gut informieren und, wenn möglich, den Fachmann zu Rate ziehen, womit man sich in seiner Wohnung umgeben will und was man lange Zeit einatmen möchte. 

Doch nicht nur im Vorfeld kann man einiges falsch machen, sondern auch im Nachhinein wieder vieles gut. Wurden früher beispielsweise Holzbalken mit einer heute verbotenen, PCB-haltigen Lasur eingelassen, so gibt es heute Mittel und Wege, diese gesundheitsschädliche Wirkung, die noch immer anhält, einzudämmen. Dabei wird das Holz maskiert, der giftige Stoff zurückgehalten und unschädlich gemacht. So eine Maskierung hat schon mehrere Häuser davor bewahrt, abgerissen oder kernsaniert werden zu müssen, da auch nach Jahrzehnten eine Wohnung, in der diese Holzlasur aufgetragen wurde, nicht ohne gesundheitliche Folgen bewohnt werden kann.

Auch feuchten Wänden und der damit verbundenen Schimmelbildung kann der Fachmann noch entgegenwirken. Was viele nicht wissen: In Bezug auf Feuchtigkeit und Schimmel bilden Außenanstrich, Putz, Mauerwerk und Innenanstrich eine Einheit, die auch als solche wahrgenommen und behandelt werden muss. Der Fachmann wird die Materialien gut aufeinander abstimmen.

 

Auf Qualität zu setzen, ist die beste Möglichkeit zu sparen

Anstriche, egal ob innen oder außen, sind Langzeitinvestitionen. Wer beim Anstrich zunächst spart, sowohl bei der Farbe, als auch beim Verzicht auf den Fachmann, wird nicht schnell merken, dass der Schuss nach hinten losging. Ganz problemlos können Jahre vergehen, ohne dass sich negative Konsequenzen bemerkbar machen. Wenn der Fall dann aber eintritt, ist es selten mit einem neuen Anstrich getan. Bei der Verwendung der falschen Farbe wird das Mauerwerk feucht, die Bausubstanz angegriffen und neue konservatorische wie bauliche Maßnahmen können erforderlich werden. Wer schon am Anfang auf Qualität setzt, schützt die Wände und hat weniger Ärger mit verschmutzten Fassaden und schimmelnden Innenräumen. Bei den richtigen Farben, die gerne auch 25 Jahre Gewährleistung beinhalten, sind außen gut 30 Jahre lang keine neuen Anstriche erforderlich und innen wird es Ihnen die Gesundheit danken – und an der sollte man ja nun wirklich nicht sparen.

 

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Malermeister Richard Sigmund, Fürstenfeldbruck

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