Einbrüche verhindern

In Deutschland gab es 2014 laut Kriminalstatistik 150.000 Wohnungseinbrüche. Obwohl die Diebe immer raffinierter werden, gibt es einige Möglichkeiten, auch ohne Alarmanlage mit ein paar klugen Tricks Einbrüche zu verhindern. Mit ein paar technischen Accessoires verstärkt, machen Sie es jedem Einbrecher schwer, herauszufinden, ob Ihr Objekt sich für einen Diebstahl eignet und er wird das Risiko wahrscheinlich nicht eingehen.  

Tipp 1: Alarmanlagen und Bewegungsmelder

Der Klassiker. Eine offensichtlich angebrachte Alarmanlage kann den Einbruch verhindern, schon bevor ein potenzieller Einbrecher Ihr Grundstück betritt. Eine nicht offensichtlich angebrachte Alarmanlage kann durch ein lautes akustisches oder auffälliges visuelles Signal einen Überraschungseffekt erzeugen und den Dieb damit schnell in die Flucht schlagen. Allerdings weiß er womöglich für das nächste Mal Bescheid... Ein Bewegungsmelder kann, vor allem bei gut einsehbaren Grundstücken, ebenfalls Abhilfe schaffen, ist aber grundstzlich weniger wirkungsvoll als eine Alarmanlage, die - je nach Modell und Anspruch - auch selbstständig die Polizei alarmieren kann. Alles was Sie zum Thema wissen sollten, erfahren Sie auf unserer Seite Alarmanlagen.

 

Tipp 2: Türen und Fenster überprüfen

Hinter dieser beinahe banalen Floskel verstecken sich in der Tat gleich zwei sinnvolle Tipps. Zum einen sollte man tatsächlich, wenn man das Haus verlässt, darauf achten, dass alle Fenster und Türen wirklich fest geschlossen und im Idealfall natürlich abgesperrt sind. Auch ein gekipptes Fenster ist für Einbrecher eine offene Tür. Zum anderen sollten Sie von einer Firma, die sich auch auf Sicherheitsfenster versteht, Ihre Fenster und Türen überprüfen lassen und gegebenenfalls austauschen. Bei manchen geschlossenen Türen und Fenstern gelingt es professionellen Einbrechern, diese schon nach wenigen Sekunden zu öffnen. Das kommt fast einer Einladung gleich. Sicherheitsfenster und -türen sind wesentlich komplexer als normale Systeme und verlangen den Einbrechern einiges mehr ab oder sind schlichtweg nicht von außen zu öffnen. 

 

Tipp 3: Anwesenheit simulieren

Vor allem wenn man länger in den Urlaub fährt, hat man ein mulmiges Gefühl, weil ja lange niemand zuhause ist und Einbrecher ungestört arbeiten könnten. Auch die Angst, dass der Einbruch lange unentdeckt bleibt, geht damit einher. Um es Einbrechern schwerer zu machen, zu wissen, wann Sie außer Haus sind und wann nicht, sollten Sie Ihre Anwesenheit simulieren. Das geht zunächst ganz einfach, z. B. durch Zeitschaltuhren. Stellen Sie mehrere Zeitschaltuhren im Haus auf unterschiedliche Zeiten ein. Am besten auch zwei Zeitschaltuhren in einem Raum, die zwei verschiedene Lichtquellen  zu unterschiedlichen Zeiten angehen lassen. Denken Sie auch darüber nach, sich einen TV-Simulator anzuschaffen, der die Illusion erzeugt, dass im Zimmer ein Fernseher läuft. Aber stromsparender als das eigentliche Gerät. Das in Kombination mit einer Zeitschaltuhr ist der ideale Tipp, seine Anwesenheit vorzutäuschen - auch, wenn man mehrere Wochen im Urlaub ist. 

 

Tipp 4: Abwesenheit nicht verraten

Genauso wichtig wie das Vortäuschen der Anwesenheit ist das Geheimhalten der Abwesenheit. Ein geläufiger Hinweis ist es, seine Urlaubsreise nicht groß auf Facebook etc. anzukündigen und am besten auch die besten Urlaubsschnappschüsse erst nach der Rückkehr als #latergram bei Instagram zu posten. Doch auch weniger offensichtliche Umstände können Ihre Abwesenheit verraten. Wenn Sie in einem Mehrparteienhaus wohnen, sollten Sie darauf achten, Ihre Fußmatte in die Wohnung zu holen bevor Sie verreisen. Im Idealfall machen Sie das einfach auch hin und wieder wenn Sie zuhause sind, sodass sich auch da keine Regeln ableiten lässt. Der Hintergrund ist, dass die Reinigungskraft, die das Treppenhaus wischt, Ihre Matte an die Tür oder Wand lehnen wird. Wenn diese dort mehrere Tage lehnt, weiß jeder Bescheid, dass Sie nicht zuhause sind. Dasselbe gilt bei einem überquillenden Briefkasten. Das sind sehr sichere Indizien für Ihre Abwesenheit. Richten Sie um das zu verhindern entweder ein Postfach ein oder nutzen Sie den Lagerservice der Deutschen Post, der Ihre Post sammelt und sie Ihnen zu einem gewünschten Termin nach Ihrem Urlaub zustellt. Dieser Service kostet für die Zeit von bis zu einem Monat weniger als 10 Euro. 

 

Tipp 5: Nachbarn aktivieren

Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis ist nicht für die sommerlichen Grillfeiern wichtig, sondern kann auch bei der Verhinderung von Einbrüchen helfen. Wenn Ihr Grundstück gut einsehbar ist, bitten Sie Ihre Nachbarn während Ihrer Abwesenheit öfter mal in die Richtung Ihres Grundstückes zu sehen und Auffälligkeiten zu beobachten. Das ist natürlich kein 100%iger Schutz, vor allem nicht nachts, aber besser als nichts. Zusätzlich können Sie Ihre Nachbarn bitten, zu unregelmäßigen Zeiten Lichter in Ihrem Haus anzustellen oder den Fernseher an zu machen. Im Sommer kann es durchaus sinnvoll sein, dass die Nachbarn Ihr abendliches Gläschen Wein auch mal auf Ihrer Terrasse zu sich nehmen. Allerdings setzt das natürlich auch Vertrauen voraus und schade wäre es, wenn die Nachbarn durch den Besitz Ihres Schlüssels selbst zu Langfingern werden. Gelegenheit macht Diebe. Nicht ganz so vertraulich wie die Herausgabe des Haustürschlüssels ist die Herausgabe des Briefkastenschlüssels. Wenn Sie nur wenig Post bekommen und sich der Lagerservice der Deutschen Post nicht lohnt, können Sie Ihre Nachbarn bitten, Ihren Briefkasten z.B. einmal die Woche zu leeren. 

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