Umzug in Eigenregie

Ein Umzug in Eigenregie ist in aller Regel günstiger als eine Spedition zu beauftragen. Allerdings gibt es hier einige Dinge zu beachten, damit Ihr Umzug reibungslos verläuft.

Die Zeitplanung

 

Schauen Sie rechtzeitig darauf, wieviel Zeit Ihr Umzug in Anspruch nehmen wird, inklusive Aufbau und Einräumen des Mobiliars. Denken Sie dabei auch an Behördengänge wie das Ummelden des Wohnsitzes und Ihres Fahrzeuges. Daher brauchen Sie mindestens einen freien Wochentag, auch wenn Sie Ihren Umzug ansonsten an einem Wochenende abschließen können. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob es für Sie eine Möglichkeit gibt, Sonderurlaub für den Umzug zu bekommen. Auch wenn viele Firmen eine solche Regelung haben, ein Rechtsanspruch auf Sonderurlaub für Umzüge besteht nicht. Im Notfall müssen Sie hier also einen regulären Urlaubstag nehmen.

 

Die Umzugshelfer

 

Wenn Sie auf private Umzugshelfer aus Ihrem Freundeskreis zurückgreifen möchten, klären Sie frühzeitig, ob Sie genügend Helfer zusammenbekommen. Andernfalls können Sie auch einzelne professionelle Helfer für ein paar Stunden engagieren. Bedenken Sie unbedingt, dass Ihr Umzugsgut nicht über die Haftpflichtversicherungen Ihrer Freunde versichert ist. Sollte während des Umzuges jedoch Eigentum Dritter beschädigt werden, zum Beispiel ein geparktes Auto, greift die Versicherung.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Helfer darauf, dass zumindest einige von ihnen handwerkliche Erfahrung haben, um den sicheren Ab- und Aufbau der Möbel zu gewährleisten. Außerdem sollte jedem Helfer von vornherein klar sein, dass viel körperliche Arbeit erforderlich ist und dass Sie die Koordination übernehmen. So vermeiden Sie Diskussionen und Streitereien, die sonst viel Zeit kosten können. Achten Sie aber auch darauf, nicht allzu Boss-haft mit Ihren Freunden umzugehen.

 

Der Transport

 

Überlegen Sie sich möglichst früh, welche Art Fahrzeug Sie verwenden möchten. Reicht ein PKW mit Anhänger aus? Oder muss ein Transporter gemietet werden? Und wenn ja, in welcher Größe? Holen Sie mehrere Angebote ein, eventuell können Sie das Fahrzeug auch am Zielort abgeben um Zeit zu sparen. Kalkulieren Sie besser etwas mehr Platz ein, gerade wenn Sie über eine größere Entfernung Umziehen ist es ärgerlich, mehrfach fahren zu müssen. Wenn es gar ein LKW werden soll, brauchen Sie auch noch einen Helfer mit entsprechendem Führerschein. Organisieren Sie ausreichend Spanngurte zur Ladungssicherung und besorgen Sie für empfindliche Möbel Decken oder Laken, um diese beim Transport zu schützen.

 

Einen Parkplatz absperren

 

Ein Punkt der meist übersehen wird, ist der Parkplatz für Ihren Transporter vor der neuen und der alten Wohnung. Einfach ein paar Stühle aufstellen und Absperrband dazwischen spannen ist zwar schnell gemacht, allerdings auch nicht erlaubt. Um Ärger mit den Ordnungsbehörden oder den Nachbarn zu vermeiden, sollten Sie sich etwa zwei Wochen vor Ihrem Umzg um die Genemigung einer provisorischen Halteverbotszone kümmern. Um diese dann kenntlich zu machen, müssen Sie in jedem Fall reguläre Straßenschilder verwenden.

 

Am Vortag des Umzuges

 

Stellen Sie sicher, dass am Vortag Ihres Umzuges schon alles, was am Umzugstag selbst nicht benötigt wird, bereits sicher verpackt ist und geordnet bereit steht. Ihre Umzugshelfer werden keine Freude daran haben, etwa Ihre Kleidung erst noch zu verpacken, bevor sie es herumtragen dürfen. Achten Sie beim Packen der Kartons auch auf eine eindeutige Beschriftung, damit in der neuen Wohnung alles zügig seinen Platz findet. Räumen Sie alle Möbel frei und legen Sie schoneinmal das Werkzeug bereit, das zum Auseinanderbau erfordelich ist.

 

Der Umzugstag

 

Stehen Sie frühzeitig auf und frühstücken Sie ausgiebig, um für den anstrengenden Tag gut gestärkt zu sein. Am besten wäre ein gemeinsames Frühstück mit Ihren Helfern, das sorgt gleich für eine gute Stimmung und Alle können gleichzeitig mit der Arbeit beginnen. Fangen Sie mit Ihrem Umzug besser früh an, als in die Nacht hinein arbeiten zu müssen, einige Ihrer Helfer haben eventuell eine weitere Heimfahrt vor sich. Bevor es losgeht, weisen Sie Ihre Helfer ein, wie die Kisten richtig anzuheben sind und worin sich zerbrechliches befindet.

 

Die Verpflegung

 

Halten Sie am Umzugstag ausreichend Getränke bereit, bei schwerer körperlicher Arbeit besteht die Möglichkeit einer Dehydrierung. Verzichten Sie hierbei während der Arbeit unbedingt auf alkoholische Getränke, um die Gefahr von Unfällen nicht zu erhöhen. Nach getaner Arbeit ein kühles Bier anzubieten hat allerdings noch keiner Freundschaft geschadet. Halten Sie sich bei der Verpflegung an einfache Kost wie belegte Brötchen oder lassen Sie etwas liefern, das ist unkompliziert und spart Zeit. In jedem Fall sollte kein Umzugshelfer selbst für Essen oder Getränke sorgen müssen, da die Stimmung darunter doch sehr leiden würde.

 

Möbel demontieren

 

Achten Sie beim Auseinanderbau darauf, alle Teile beisammen zu halten, insbesondere für Schrauben empfiehlt sich ein kleines Plastiktütchen. Beschriften Sie alle Teile mit Kreppband, um beim Zusammenbau nicht über die Reihenfolge oder die Ausrichtugn rätseln zu müssen.

 

Be- und Entladen

 

Bei Beladen Ihres Fahrzeuges ist neben einer optimalen Raumausnutzung auch eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und die Absicherung der Ladung wichtig. Denken Sie beim Beladen auch schon an das Entladen und Verteilen der Möbel und Kisten in Ihrer neuen Wohnung. Beispielsweise sollten Sie Ihre Schränke schon in der Wohnung und im Idealfall aufgebaut haben, wenn deren Inhalt eintrifft. Alles, was Sie direkt einräumen können, steht im weiteren Verlauf des Umzuges nicht mehr im Weg herum.

 

Das Trinkgeld

 

Halten Sie für alle Helfer ein kleines Trinkgeld oder ein Geschenk bereit, um Ihre Dankbarkeit und Wertschätzung der geleisteten Arbeit auszudrücken. Ihre Freunde würden sich darüber hinaus sicherlich über eine Einladung zu einer Einweihungsparty in Ihrer neuen Wohnung freuen.

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